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Superbike 1000 - Giganten der Rennstrecke

Die IDM Superbike ist die Königsklasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft. Sie lebt von den Extraqualitäten der Fahrer und dem harten Kampf der Marken ums Prestige. In der IDM treffen Superbikes von BMW, Honda, Kawasaki und Yamaha aufeinander. Ihre Vierzylindermotoren leisten rund 220 PS und erreichen in der Spitze über 300 km/h.

Bei den Rennmotorrädern handelt es sich in der Basis um käufliche 1.000 ccm-Motorräder, die für den IDM-Einsatz feingetunt werden. Das Reglement der Klasse ist zwar an die internationalen FIM Stocksport-Regeln angelehnt, erlaubt aber einige Freiheiten. 2022 sind ein paar Freiheiten mehr erlaubt als zuvor. Die Änderungen betreffen das Fahrwerk (Gabel und Federbeinumlenkung), bestimmte Motorteile und die Elektronik. Zugelassen sind ab 2022 alternative Gabeln und Gabelbrücken, allerdings nur in einem fest begrenzten Kostenrahmen. Statt der jeweiligen Original-Vorderradgabel darf alternativ auch die Gabel eines IDM-Serienpartners eingesetzt werden. Eine einsatzbereite Gabel darf maximal 5.000 Euro (netto) kosten. Im Preis müssen alle notwendigen Adapter enthalten sein. Weiteres Kriterium: Eine alternative Gabel muss für alle in der IDM Superbike (permanent) eingesetzten Motorradmodelle verfügbar sein.

Zugelassen sind außerdem Gabelbrücken von IDM-Serienpartnern. Für sie ist der Preis bei 1.500 Euro (netto) gedeckelt. Weitere Voraussetzung für ihren Einsatz: Sie müssen mit dem jeweiligen Serienoffset des Motorrads verbaut werden können. Das beschränkt den Testaufwand. Der Maximalpreis liegt auf dem Niveau für die entsprechenden Seriengabeln.

Frei wählbar ist für alle IDM Superbikes die Federbeinumlenkung mit Zugstreben und Lagern. Entweder können die Kit-Teile des jeweiligen Herstellers verwendet werden oder der IDM-Technikkommission ist alternativ ein Herstellernachweis samt technischer Zeichnung vorzulegen.

Am Motor sind ab 2022 die Ansaugtrichter freigestellt. Zugelassen sind künftig auch Kit-Nockenwellen des jeweiligen Motorradherstellers, einschließlich der entsprechenden Ventilfedern, Teller und Keile. Außerdem sind Feinheiten am Motor (insgesamt ca. 10 PS Mehrleistung) gestattet. Für die Motorsteuerung ist nur die Kit-Elektronik des jeweiligen Herstellers zugelassen. Das Umprogrammieren der Serien-ECU (Engine Control Unit), das sogenannte „Flashen“, ist verboten.

Durch Leichtbauteile wiegen rennfertige Superbikes rund 15 Kilogramm weniger als die Standardversion für die Straße. In der IDM Superbike wird ausschließlich auf Slicks oder Regenreifen von IDM-Einheitsausrüster Pirelli gefahren. Mit dem Diablo Superbike kommen in der IDM-Königsklasse die gleichen Reifen zum Einsatz wie in der Superbike-Weltmeisterschaft.

Eine weitere Neuerung dient der Sicherheit der Fahrer. Ab 2022 ist ein Airbag vorgeschrieben. Zugelassen sind ausschließlich Lederkombis mit Airbag oder handelsübliche, elektronische Airbagwesten.

IDM Supersport

Die IDM Supersport (bis 2021 IDM Supersport 600) ist die besonders umkämpfte mittlere Klasse in Deutschlands höchster Serie im Motorradstraßenrennsport. Mit etwa 135 PS am Hinterrad können die Fahrer auf ihren Motorrädern Spitzengeschwindigkeiten um 270 km/h erreichen.

Für den Einsatz in der IDM dürfen an den Serienmaschinen von Kawasaki und Yamaha eine Rennverkleidung und ein anderer Auspuff montiert werden.

Neu ist in diesem Jahr die Zulassung von „Supersport Next Generation“-Motorrädern wie in der Supersport-Weltmeisterschaft 2022. Zunächst sind mit solchen Motorrädern nur Gaststarts möglich, sofern die entsprechenden Marken nicht den IDM-Pool erweitern.

Technisch bleibt alles wie gehabt. Änderungen an Gabel und Federbein sind zulässig. An der Vordergabel sind spezielle Dämpfungskits zugelassen, an der Hinterradschwinge ein anderes Dämpferbein. Kit-Steuergeräte, größere Wasserkühler und noch einige weitere Details sind gegenüber der Serie erlaubt. Wie bei den großen Superbikes darf auch in der IDM Supersport mit einem Data Recording gearbeitet werden. Gefahren wird mit Slicks von IDM-Ausrüster Pirelli, wie sie auch in der Supersport-600-Weltmeisterschaft verwendet werden.

Eine Neuerung dient der Sicherheit der Fahrer. Ab 2022 ist ein Airbag vorgeschrieben. Zugelassen sind ausschließlich Lederkombis mit Airbag oder handelsübliche, elektronische Airbagwesten.

IDM Supersport 300

Die IDM Supersport 300 ist die erste Stufe auf der Karriereleiter aus den Nachwuchsklassen und Cups auf die internationale Bühne.

Die IDM steht den Talenten schon früh offen: Das Einstiegsalter liegt laut FIM-Reglement bei 14 Jahren. Gefahren wird mit über 50 PS starken Renn-Motorrädern von Kawasaki (Ninja 400), KTM (RC 390 R) und Yamaha (YZF-R3). Durch festgelegte Gewichts- und Drehzahllimits wird Chancengleichheit zwischen den Ein- und Zweizylindern mit unterschiedlichen Hubraumgrößen hergestellt. Außerdem können auf diese Weise die Kosten für den Nachwuchs besser unter Kontrolle gehalten werden. Analog zur Weltmeisterschaft werden Slicks von IDM-Ausstatter Pirelli gefahren.

Das ausgeglichene Fahrerfeld sorgt für spannende Rennen mit packenden Windschattenkämpfen und garantierter Spannung bis zur Zielflagge. Neben Schnelligkeit und Rennintelligenz zählt für die hart umkämpfte Meisterschaft zum Erreichen des Titels vor allem die Konstanz während der ganzen Saison.

Um die Sicherheit für die Nachwuchsfahrerinnen und -fahrern zu erhöhen, gibt es wie in den „großen“ Soloklassen ab dieser Saison auch in der IDM Supersport 300 eine Airbag Pflicht. Zugelassen sind ausschließlich Lederkombis mit Airbag oder handelsübliche, elektronische Airbagwesten.