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Mit Vollgas für die Zukunft arbeiten

In: CEV Moto2 Hit: 4152
FIM CEV Moto2™ European Championship
Circuit de la Comunitat Valenciana Ricardo Tormo, (Valencia, Spanien), Sonntag 1. November 2020
Kiefer Racing und sein Schützling Lukas Tulovic haben am Sonntag alles Erdenkliche getan, um die Saison 2020 versöhnlich ausklingen zu lassen.
 
Der Verlauf des zweiten und letzten Saisonrennens beim Finale der Moto2™ European Championship war aus der Sicht des deutschen Traditionsrennstalls dem ersten vom Samstagmittag sehr ähnlich. Der 20-jährige Lukas Tulovic hatte anfänglich wieder Kontakt zur Spitzengruppe, bevor ein Schaltfehler auf Kosten seiner Konzentration ging und darüber hinaus die restlichen Runden zu einer Tortur werden liess. Anstatt diese durchwachsene Saison wie erhofft mit einem Highlight zu beenden, kam Tulovic in der letzten Punktejagd nicht über Rang zwölf hinaus. 
#3 Lukas TULOVIC (Kiefer Racing, KALEX), P12:
"Es hat nicht sein wollen, obwohl ich am Start eine super Reaktion hatte. Zudem war ich in den ersten Runden als Fünfter in Schlagdistanz zur Spitzengruppe. Doch dann ist allmählich eine Lücke aufgegangen und ich musste beim Versuch dranzubleiben, alles geben. Es hat aber leider nicht ganz gereicht, was aber letztendlich egal war, denn nach sieben oder acht Runden hatte ich am Ende der Gegengerade einen Schaltfehler. Ich war wohl beim Runterschalten ein wenig zu hektisch. Jedenfalls hat diese Situation mein Rennen ruiniert. Ich musste einen weiten Bogen fahren, der gut und gerne 10 Sekunden gekostet hat. Nach diesem Umweg konnte ich zwar noch zwei Positionen gutmachen, aber ich habe auch gespürt, dass ich körperlich ziemlich am Ende war. Das muss ich ehrlich eingestehen. In den letzten Wochen war ich vollkommen darauf fixiert, dass die Handverletzung gut verheilt und ich von diesem Gesichtspunkt schnell wieder 100 Prozent fit bin. Gleichzeitig konnte ich aber mein Training nicht wie normal durchziehen."
 
"Darüber hinaus bin ich seit Jerez Ende August nicht mehr auf einem Moto2-Bike gesessen. Hauptsächlich hat dieser Umstand zum Ausgang des Rennens beigetragen. Zudem war auch komisch, dass unser Bike in den Trainings und Qualifyings sehr gut funktioniert hat, doch im Rennen hat ein wenig das Gefühl für die Front gefehlt. Das hatten wir auch schon in Portimao. Angesichts dieser Problemchen und meiner körperlichen Verfassung ging zum Schluss nicht mehr viel vorwärts. Daher tut es mir für mein Team und allen Sponsoren leid, dass wir diese Saison nun auf die Art und Weise beenden müssen. So einen ernüchternden Abschluss haben wir uns nicht verdient. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als mich dafür zu entschuldigen, zumal der Speed und das Potenzial für mehr dagewesen wäre. Das haben wir mit unserem Startplatz in der ersten Reihe sehr deutlich gezeigt. Aber ich konnte es im Rennen einfach nicht umsetzen."
Jochen KIEFER (Teambesitzer):
"Es ist natürlich sehr schade, dass diese Saison so schnell zu Ende gegangen ist. Das herrliche Wetter an diesem Wochenende hat uns aber ein bisschen dafür entschädigt. Aus sportlicher Sicht hat unser letzter Renneinsatz den Umständen entsprechend gut begonnen. Allerdings war von Anfang an zu sehen, dass Lukas hinsichtlich seines Trainings deutlich im Rückstand ist. Wir haben aber die Situation bis zu den Qualifyings am Freitag, und auch noch am Samstag, gut im Griff gehabt. Mit dem dritten Startplatz konnte er in jeder Hinsicht überzeugen und wir durften uns für die Rennen einiges ausrechnen, obwohl er konditionell noch angeschlagen ist. Lukas konnte in den vergangenen Monaten einfach sein Training nicht umsetzen, das es braucht, um in der Moto2 konkurrenzfähig zu sein. Das soll aber kein Vorwurf an ihn sein, da wir die Umstände kennen."
 
"Für das erste Rennen tut es uns leid, dass die Kupplung ab Halbzeit nicht mehr mitgespielt hat. Ein technischer Defekt wie dieser kann jederzeit passieren. Trotzdem ist es doppelt ärgerlich, dass dieser ausgerechnet im gestrigen Rennen auftreten musste, als Lukas in einer so aussichtsreichen Position lag. Im zweiten Rennen war Lukas bis zu seinem Fahrfehler ebenfalls sehr gut unterwegs. Leider hat ihn diese Situation vollkommen aus dem Konzept gebracht. Anschliessend war auch die Luft draussen, seine körperliche Verfassung hat sicher eine Rolle gespielt. Er konnte zwar noch zu seinen Vorderleuten aufholen, aber zum Überholen hat es nicht mehr gereicht. Von diesem Aspekt her müssen wir das letzte Saisonrennen abhaken. Bis dahin waren wir aber in der Lage, das eine oder andere Highlight an diesem Wochenende zu setzen."
 
"Die Rennsaison 2020 ist nun zu Ende und wir haben längst mit den Vorbereitungen für nächstes Jahr begonnen. Es ist aber noch vieles offen. Trotzdem arbeiten wir hart daran, ein Paket zu schnüren, mit dem wir eine reibungslosere Saison erleben und allen Beteiligten mehr Freude bereiten wollen. Zuvor aber allen Sponsoren und Unterstützern einen grossen Dank, die uns auch in diesem schwierigen Jahr die Stange gehalten haben und hoffentlich uns auch weiterhin treu bleiben."
 
#CEVValencia - Moto2™ Rennergebnis Sonntag (19 Runden):
1 Yari MONTELLA / ITA / Team CIATTI - Speed UP / Speed Up / 30´48.271
2 Dominique AEGERTER / SWI / LIQUI MOLY Intact SIC Junior Team / KALEX / +0.581
3 Alessandro ZACCONE / ITA / PROMORacing / KALEX / +0.774
12 #3 Lukas TULOVIC / GER / KIEFER RACING / KALEX / +33.034
 
Moto2™ EM-Stand:
1 Yari MONTELLA / ITA / Speed Up / 240
2 Niki TUULI / FIN / KALEX / 196
3 Alessandro ZACCONE / ITA / KALEX / 195
14 #3 Lukas TULOVIC / GER / KALEX/ 46
 
Fotoquelle: © [2020] KIEFER RACING

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