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Fifty-Fifty-Ausbeute beim Saisonauftakt

In: CEV Moto2 Hit: 314
Nach einem starken dritten Platz im ersten Saisonrennen mussten Kiefer Racing und Lukas Tulovic in Lauf zwei einen Dämpfer einstecken.

Kiefer Racing und Lukas Tulovic ist in Estoril dennoch ein toller Einstand in die neue Meisterschaft gelungen. Nach einem starken Finish im ersten Lauf durfte sich das 20-jährige Talent aus Eberbach über einen verdienten dritten Platz freuen.
Im zweiten Rennen des Tages wollte Tulovic dieses Kunststück gerne wiederholen. Sein Vorwärtsdrang wurde nach anfänglichen Fehlern aber bei Halbzeit jäh gestoppt.
#3 Lukas TULOVIC (Kiefer Racing, KALEX), P3/NC:
 

"Mit dem dritten Platz im ersten Rennen ist uns ein erfreulicher Start in die Meisterschaft gelungen. Meine Leistung, sowie das Ergebnis selbst waren gut für das Selbstvertrauen. Ich war sogar ein wenig überrascht, dass ich so eine starke Pace fahren konnte."
"Mir war allerdings klar, dass ich hinter den Top-Jungs zulegen kann, wenn ich mir von ihnen etwas abschauen und einiges davon sofort adaptieren kann. Trotzdem konnte ich es zunächst kaum glauben, dass ich so flott unterwegs war. Der Rennverlauf selbst war keine einfache Angelegenheit. Ich musste bis zum Schluss hart kämpfen, um auf dem Podium zu landen. Dort oben habe ich mich aber riesig für mich und mein Team gefreut. Angesichts der Tatsache, dass uns im Qualifying ein gutes Stück gefehlt hat, lief es im Rennen umso besser. Das war eine grosse Erleichterung für uns. Wie schon erwähnt, die Pace war richtig gut und zudem auch sehr konstant. Das hat uns sehr zuversichtlich gestimmt."
 
"Mein Start in den zweiten Lauf war ebenfalls ok. Doch leider habe ich am Anfang gleich ein, zwei Fehler gemacht. Abgesehen davon hatte ich Probleme das Motorrad zu stoppen. Darüber hinaus waren die Grip-Verhältnisse wegen der höheren Temperaturen ein wenig anders. Es war daher von Beginn an ungleich schwieriger. Trotzdem habe ich mich nach meinen Fehlern wieder bis auf Rang vier nach vorn gearbeitet und wollte die Lücke zum Dritten unbedingt schliessen. Vom Gefühl her war ich auch einen Tick schneller und bin immer ein Stück nähergekommen. Bis ins Ziel wären noch acht oder neun Runden zu fahren gewesen."

"Daher bin ich mir ziemlich sicher, dass es wieder für das Podium gereicht hätte. Leider ist mir aber am Ende der Gegengerade in Kurve sechs das Vorderrad eingeklappt. Es ist sehr ärgerlich und tut mir auch leid für das Team. Hinsichtlich der Meisterschaft wirkt sich der Ausfall doppelt negativ aus. Ich bin froh, dass es in ein paar Tagen in Portimao schon wieder weitergeht. Dort stehen auch wieder zwei Rennen im Zeitplan. Bei diesen zwei Anlässen müssen wir also einiges wettmachen, was ich heute im zweiten Rennen weggeschmissen habe."
Jochen KIEFER (Teambesitzer):
 

"Unsere Ausbeute vom ersten Rennwochenende können wir mit Fifty-Fifty beziffern. Zuvor möchte ich aber erwähnen, dass während unseres langen Aufenthalts in Estoril vom Anfang bis zum Ende alles perfekt war. Es ist alles reibungslos verlaufen, was angesichts der eingeschränkten Vorbereitung nicht selbstverständlich war."
"Das Team hat sich umgehend aufeinander eingespielt. Die Truppe ist mittlerweile sehr überschaubar. Trotzdem hatte ich ein wenig Bauchweh, nachdem es ohne irgendein Training auf einer Rennstrecke hier gleich richtig losging. Nach den ermutigen freien Trainings mussten wir aber in den Qualifyings erkennen, dass wir gegenüber den ersten Zwei Defizite haben. Yari Montella und Niki Tuuli sind im Moment eindeutig stärker, sie sind die Messlatte. Wir sind nicht meilenweit entfernt, aber wir haben Aufholbedarf, um diese Lücke schnellstens schliessen zu können. Den Umständen entsprechend war das Qualifying-Ergebnis trotzdem ok."
 
"Es war ein bisschen Glück dabei, als wir im ersten Rennen aus der ersten Reihe losfahren durften. Es hat aber keinen grossen Unterschied ausgemacht, da Lukas an sich ein guter Starter ist. Wie wir gesehen haben, ist er auch vom vierten Startplatz gut weggekommen und hat sich in der Startkurve sofort als Dritter eingereiht. Im ersten Lauf hatte Lukas allerdings anfänglich leichte Schwierigkeiten, seinen Rhythmus zu finden. Mit zunehmender Renndauer ist er aber immer besser in Schwung gekommen. Zum Schluss konnte er Zaccone sogar noch attackieren und auch überholen. Der hatte aber einen Konter parat. Letztendlich war Lukas aber in der Beschleunigung aus der Zielkurve der Stärkere und konnte daher den Italiener aus dem Windschatten heraus noch abfangen. Die letzten zwei Runden waren wirklich aufregend mitzuerleben."

"Im zweiten Rennen tat er sich nach einem erneut guten Start allerdings schwer, in seinen Rhythmus zu kommen. Ausserdem kostete ein Fehler drei Positionen, die Lukas wieder aufholen musste. Das hat er auch zügig geschafft, doch damit wollte er sich nicht zufriedengeben. Bei seinem Versuch den Abstand nach vorne weiter zu verkürzen, hat er die Kontrolle über das Vorderrad verloren und ist gestürzt. Anhand der Datenaufzeichnungen haben wir gesehen, dass er an dieser Stelle auch ein bisschen später auf der Bremse war. So etwas kann in einem Rennen passieren, es war absolut nichts tragisches. In Hinblick auf den Punktestand ist es aber eben sehr ärgerlich. Letztendlich sind wir aber im Grossen und Ganzen zufrieden, wie der Auftakt verlaufen ist."


#CEVEstoril Moto2™ - Ergebnis Rennen 1 (18 Runden):
1 Yari MONTELLA / ITA / Team Ciatti-Speed Up / Speed Up / 30´36.300
2 Niki TUULI / FIN / Team STYLOBIKE / KALEX / +1.048
3 #3 Lukas TULOVIC / GER / Kiefer Racing / KALEX / +6.011
 
#CEVEstoril Moto2 - Ergebnis Rennen 2 (18 Runden):
1 Yari MONTELLA / ITA / Team Ciatti-Speed Up / Speed Up / 30´34.598
2 Niki TUULI / FIN / Team STYLOBIKE / KALEX / +3.698
3 Alessandro ZACCONE / ITA / Team PROMORACING / KALEX / 15.550
NC #3 Lukas TULOVIC / GER / Kiefer Racing / KALEX / +6.011

Moto2 European Championship Stand:
1 Yari MONTELLA / ITA / KALEX / 50
2 Niki TUULI / FIN / KALEX / 40
3 Alessandro ZACCONE / ITA / KALEX / 29
8 #3 Lukas TULOVIC / GER / KALEX / 16
 
Fotoquelle: © [2020] Kiefer Racing

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